|
Der Containerterminal IV soll um ca. 1,6,km erweitert werden. In Tiefen bis zu 17 m soll der Kleiboden abgebaggert und durch tragfähigen Sand ersetzt werden. An Land soll der Grauwallkanal umgeleitet werden.
Da das Meer in der Vergangenheit tiefer lag, werden Siedlungsbefunde sowohl im Bereich des neuen Grauwalkanals (Vorgängersiedlung zur Wurt Weddewarden), als auch im Wasser vermutet. Zu diesem Zweck ordnete Der Landesarchäologe eine baubegleitende archäologische Beobachtung an.
Zu Wasser hielt man sich auf dem Eimerkettenbagger “Hansa” auf und versuchte, den sichtbaren Aushub der Schaufeln nach Funden abzusuchen. Dafür hatte man pro Eimer etwa 3 Sekunden Zeit. Wurde etwas gefunden, hielt der Eimerkettenbagger an, damit genügend Zeit vorhanden war, die Funde zu bergen. Die Position des Baggers war dreidimensional eingemessen, so daß die beobachteten Sand-, Torf- und Kleischichten und die Funde zu dokumentieren waren. Es konnten mehrere Abfolgen von Landverlust und Anlandungen beobachtet werden. Einige dieser Anlandungen wiesen Funde aus dem Hohen Mittelalter (Tierknochen, Holz und Keramik) auf.
An Land war die Beobachtung ebenfalls schwierig, da mit riesigen Schaufeln gearbeitet wurde. Es konnte ebenfalls eine Schichtenabfolge beobachtet werden, hier allerdings nur der Nachweis einer rezenten Aufschüttung über neuzeitlicher(?) Anlandung. Die in der tieferen Mitte (-1,2 m NN) gefundenen Lesefunde von eisenzeitlicher Keramik deuten möglicherweise Befunde in tieferliegenden Schichten an, die erst mittels eines Schwimmbaggers ergraben werden dürften.
|